Spielen mit dem Katzenbaby

Warum Sie mit Ihrem Katzenbaby spielen sollten

Katzenbaby mit Spielbällen

Egal ob kleine oder große Katzen, die schnurrenden Vierbeiner sind sehr verspielt. Aber das Spielen bringt Ihrem Katzenbaby nicht nur Spaß, es spielt auch eine große Rolle in der Entwicklung junger Kätzchen. Beim Rangeln und Toben als Babykatze werden nicht nur körperliche Fähigkeiten erlernt, auch das Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen der Kleinen wird geschult. Beim Balgen mit den Geschwistern werden spielerisch Erfahrungen gesammelt und soziale Beziehungen geknüpft. Ebenso lernen sie im Spiel die Konsequenzen ihres Verhaltens kennen. Durch Bisse oder Pfotenhiebe des Spielpartners merkt das Katzenbaby, wie stark man zubeißen darf.

Katzenbabys spielen mit Ball

Was lernt das Kätzchen daraus?

Bereits in der 2. bis 7. Lebenswoche sollten Katzenkinder regelmäßigen positiven und spielerischen Kontakt zu Menschen haben. Diese Sozialisierungsphase ist für die Entwicklung der Katzenbabys sehr wichtig. Bleibt der menschliche Kontakt aus, kann die Katze dem Menschen gegenüber ein ängstliches, reserviertes oder aggressives Verhalten entwickeln.


Mit bereits 12-16 Wochen werden die Katzenbabys zunehmend unabhängiger von ihrer Katzenmutter und beginnen neugierig die Welt zu entdecken. Immer öfters raufen die Kleinen miteinander und gehen auf die Jagd gehen. So lernen sie spielerisch fürs weitere Leben.


Spielen mit der Katze

Der Spielgefährte Mensch

Das Spielen mit Ihrem Katzenbaby ist ein wichtiger Faktor bei der Katzenhaltung auf den Sie nicht verzichten sollten. Denn es ist sehr wichtig für das körperliche und auch das geistige Wohlbefinden Ihrer Katze. Das gemeinsame Spielen stärkt außerdem die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Haustier und es hilft kleine Katzenkinder an ihr neues Zuhause zu gewöhnen. Besonders Hauskatzen brauchen viel Beschäftigung und Zuneigung. Wenn sie unterfordert sind, beginnen Hauskatzen an Möbel und Vorhängen zu kratzen oder Kabel anzuknabbern. Auch wenn Freilaufkatzen einen Teil ihrer Beschäftigung und Unterhaltung im Freien finden, ersetzt dies nicht das Spielen mit dem Menschen. Zu guter Letzt macht es ja nicht nur der Katze, sondern auch dem Menschen Spaß Zeit miteinander zu verbringen.

Wie spielt man richtig?

Katzen die in der Natur leben, gehen täglich bis zu zwölf Mal auf die Jagd. Dem entsprechend sollte auch das Spielverhalten angepasst werden. Daher sollten Sie mit ihrer Katze über den Tag verteilt mehrmals spielen. Kurze Spielphasen von nur etwa 5 bis 15 Minuten sind besser, als eine zu lange. Sofern Ihre Katze keine Lust hat zu spielen, akzeptieren Sie das und versuchen Sie es später noch einmal. Katzen spielen nur dann, wenn sie sich auch wohlfühlen. Wenn Sie Ihre Katze etwas länger und besser kennen, finden Sie bestimmt den Tagesrhythmus Ihres Stubentigers heraus und wissen, wann die besten Spielzeiten sind. Hat Ihre Katze plötzlich gar keine Lust mehr zu spielen, kann dies auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. In diesem Fall suchen Sie besser einen Tierarzt auf.


Spielangel

In 3 Schritten zum selbst gemachten Spielzeug

Klopapierrollen, Fellmäuse, Spielbälle… Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Vierbeiner auf Trab halten. Bei Spielen, in denen die Katze viel läuft und springt, kann sie sich besonders gut ausleben. Und Spielzeuge dafür sind schnell gebastelt: Eine Schnur mit einem Papierknäuel am Ende, ein kleiner Gummiball oder eine selbst gebastelte Angel können nicht nur für Katzenbabys sehr spannend sein.

Für eine Spielangel braucht es nicht viel:

  • Bambus- oder Holzstöckchen (wichtig: unbehandelt) in einem Bastel- oder Baumarkt kaufen.
  • Eine feste Schnur oder Kordel an einem Ende fixieren.
  • Am anderen Ende der Schnur eine alte Socke oder eine Katzen-Spiel-Maus binden.

Schon fertig, die Spielangel.

Auch eine Spielsocke mit Baldrian oder Katzenminze ist einfach zu basteln:

  • Eine alte, gewaschene Socke von Ihnen aus 100% Baumwolle.
  • Polsterfüllmaterial – damit füllen Sie die Socke.
  • 1 Teelöffel geraspelter Baldrian oder Katzenminze Blätter dazu geben und Socke verknoten.

Mit dieser Spielsocke ist Ihre Katze sicher eine Zeit lang beschäftigt. Sowohl Baldrian als auch Katzenminze können berauschend wirken und bei häufiger Verwendung den Stresspegel erhöhen. Lassen Sie also Ihre Katze nicht alleine mit diesem Spielzeug – spielen Sie damit gemeinsam und bewahren Sie es nach dem Spiel wieder katzensicher auf.

Katzenbaby mit Spielball

Kartons, Schachteln und Boxen üben von jeher eine große Faszination auf Katzen aus. Was liegt also näher, als eine Spielbox zu basteln?
Variante 1:

  • Verwenden Sie einen alten Umzugskarton oder besorgen Sie einen neuen.
  • Schneiden Sie ein großes Eingangsloch sowie weitere kleine verteilte Gucklöcher in den Karton.
  • Verstecken Sie Leckerlis in der Box.


Variante 2:

  • Nehmen Sie einen kleineren Karton, einen Schuhkarton zum Beispiel.
  • Schneiden Sie kleinere Löcher hinein, damit die Katze hineinsehen und mit den Pfoten reinfassen kann.
  • Verstecken Sie darin Leckerlis und schauen Sie dem lustigen Treiben zu.


Beide Varianten der Spielbox werden Ihrer Katze großen Spaß machen!

Wer kein großer Bastelfan ist, kann lustige Spielzeuge auch einfach kaufen oder online bestellen.


Mit dem Katzenbaby spielen

Intelligenzspielzeug für die Katze

Sogenanntes Intelligenzspielzeug fördert die Kreativität Ihrer Katze und bietet spannende Beschäftigung. Bei den meisten Varianten dieser Spielzeuge muss die Katze an versteckte Leckerlis gelangen. Diese sind in Röhren versteckt, müssen einem Labyrinth herausgeschoben werden oder aus Höhlen befreit werden. Der Stubentiger muss sich also anstrengen, um an das ersehnte Futter zu kommen.
Sie können ein sogenanntes Fummelbrett oder Cat Activity Board auch selbst gestalten. Montieren Sie auf einer Platte einfach Elemente, in denen Sie Leckerlis verstecken können. Klopapierrollen, Eierschachteln oder Waschmittel-Kugeln – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Achten Sie nur darauf, dass sich Ihre Katze am verwendeten Material nicht verletzen kann.

Aber Vorsicht!

Nicht alle Dinge, die einem in den Sinn kommen, wenn es um Katzenspielzeug geht, eignen sich zum Spielen mit den Vierbeinern. Alle Arten von Schnüren, wie etwa Paketschnur, Wolle oder Bast, eigen sich nur bedingt zum Spielen. Es besteht die Gefahr des Strangulierens und Katzen könnten die Schnüre auch verschlucken, wodurch es zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss kommen kann. Daher Schnüre nur unter Aufsicht verwenden und nach dem Spielen verräumen. Ebenfalls ungeeignet sind Wollknäuel oder grobmaschige Gegenstände. Hier können Katzen mit der Kralle hängenbleiben und sich verletzen.

 

 



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