Kätzchen bei Tierarzt

Tierärztin mit Katze

Gesundheitsvorsorge für Ihr Kätzchen

Für einen verantwortungsvollen Katzenhalter hat die Gesundheit seines kleinen Zimmertigers Priorität. Zur Gesundheitsvorsorge zählen jährliche Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt, Impfungen und Entwurmungen sowie gesunde Ernährung und gute Pflege.

Der Tierarztbesuch

Um sicher zu gehen, dass mit dem neuen Familienmitglied alles in Ordnung ist, sollte man möglichst bald seinen Tierarzt aufsuchen, nachdem man das Kätzchen zu sich geholt hat. Der erste Besuch dient dem Kennenlernen und einer allgemeinen Untersuchung, bei der unter anderem die Augen, die Ohren und die Maulhöhle kontrolliert werden. Ebenso zur Routine gehören das Abhören von Herz und Lunge, das Abtasten des Bauches, die Überprüfung der Körpertemperatur sowie eine Gewichtskontrolle.


Sofern Sie bereits einen Impfpass erhalten haben, zeigen Sie diesen bitte Ihrem Tierarzt, damit er überprüfen kann, welche Impfungen Ihr Kätzchen bereits bekommen hat und welche noch ausständig sind. Informieren Sie ihn auch, ob das Kätzchen schon entwurmt worden ist.

Ihr Tierarzt wird Ihnen gerne auch Fragen zur Ernährung und Pflege Ihres neuen Schützlings beantworten und Ihnen Tipps fürs Zusammenleben geben.

Was Sie tun können, um Tierarztbesuche für Ihren Liebling möglichst stressfrei zu gestalten und um den Tierarzt zu unterstützen:

  • Gewöhnen Sie Ihre Katze an die Transportbox und auch ans Autofahren, falls erforderlich. Stellen Sie z.B. die Box schon einige Tage vor dem Tierarztbesuch in einem Zimmer auf, damit Ihre Katze diese in Ruhe erkunden kann.

  • Machen Sie das Kätzchen damit vertraut, untersucht zu werden: Heben Sie es auf den Tisch und gewöhnen Sie es an verschiedene Berührungen, damit dieser Vorgang zur Routine wird.

  • Beobachten Sie das Fress- und Trinkverhalten sowie den Harn- und Kotabsatz und auch das Verhalten allgemein, um Veränderungen bemerken und dem Tierarzt Auskunft geben zu können.

  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Körpergewicht.

  • Vergessen Sie den Impfpass nicht!

Der Gesundheitsfahrplan

Impfungen

Impfungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und schützen vor Infektionskrankheiten.
In den ersten Lebenswochen sind die Kätzchen durch die Antikörper ihrer Mutter geschützt (passive Immunisierung), die sie schon vor der Geburt über die Plazenta und später über die Kolostralmilch (Erstmilch) erhalten.
Die Anzahl der mütterlichen Antikörper nimmt in den ersten beiden Lebensmonaten stark ab. Im Alter von etwa 9 Wochen sollte eine aktive Schutzimpfung beim Tierarzt zur Bildung eigener Antikörper (aktive Immunisierung) erfolgen.
Empfohlen wird, Katzen auf jeden Fall gegen Katzenseuche (Panleukopenie, Feline Parvovirose) und Katzenschnupfen sowie Tollwut (Freigänger) zu impfen. Weitere Impfungen gegen Katzenleukämie (Leukose) und die "Feline Infektiöse Peritonitis" (FIP) können bei Bedarf nach Empfehlung des Tierarztes gegeben werden.

Basis für einen optimalen Schutz ist eine entsprechende Grundimmunisierung, wobei die Erstimpfung gegen Katzenschnupfen- und Katzenseuche in der Regel im Alter von 8-9 Wochen erfolgt und die Wiederholungsimpfung 3-4 Wochen später im Alter von etwa 12 Wochen. Bei Kätzchen, die gut mit mütterlichen Antikörpern versorgt sind, kann eine zusätzliche Impfung beim Tierarzt gegen Katzenseuche erst mit 16 Wochen erforderlich sein, weil die mütterlichen Antikörper davor die Impfantigene neutralisieren und so eine erfolgreiche Immunisierung verhindern.
Die erste Tollwutimpfung kann ab 12 Wochen verabreicht werden. Eine 2. Impfung mit ca. 16 Wochen wird empfohlen.

Hinweis: Für eine gute Grundimmunisierung sollten alle Komponenten nach einem Jahr nachgeimpft werden.
Die Intervalle für Auffrischungsimpfungen sind vom verwendeten Impfstoff und auch von der zu impfenden Katze abhängig und werden vom Tierarzt festgelegt.
Bevor das Kätzchen geimpft werden kann, muss es vom Tierarzt gründlich untersucht und für gesund befunden werden.


Tabelle des Impfplans

Entwurmung

Katzen können sich u. a. mit Spul-, Haken- oder Bandwürmern infizieren. Jungtiere sind öfter betroffen, da sie anfälliger als erwachsene Katzen für Parasitenbefall sind. Besonders häufig treten bei Jungtieren Spulwürmer auf, wobei eine Infektion schon über die Muttermilch erfolgen kann. Bandwürmer können z.B. durch Flöhe übertragen werden.
Der richtige Ansprechpartner ist auch hier Ihr Tierarzt, der Ihnen geeignete Präparate mitgeben und Sie über die richtige Anwendung zur Behandlung als auch zur Prophylaxe informieren kann.
Katzen können sich auch mit anderen Endoparasiten infizieren. Bei jungen Katzen tritt vor allem ein Befall mit Giardien und Kokzidien auf, der nach Diagnosestellung mit speziellen Präparaten behandelt werden muss.

Hinweise auf eine Infektion mit Endoparasiten sind z.B. Symptome wie Durchfall, Blähungen, schlechtes Wachstum, Abmagerung oder Veränderungen der Fellqualität.

Gesundheitscheck für zu Hause

Schon bei einem "Nein" sollten Sie vorsichtshalber einen Tierarzt zu Rate ziehen.



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